Zitat des Monats Januar 2014

„Erst satteln, dann reiten!
Doch ist zuzeiten
Verloren der Mann,
der ohne Sattel nicht reiten kann.“
(Carl Weitbrecht, 1847 – 1904, deutscher Schriftsteller)

Reiten in der Dunkelheit – mit Licht und Helm

Reiten in der Dunkelheit – mit Licht und Helm

Die Tage werden kürzer und ein abendlicher Ausritt im Gelände endet immer früher im Dunkeln. Das ist für Reiter, Pferd und andere Verkehrsteilnehmer gefährlich und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen sind Pflicht. Nach der Straßenverkehrsordnung werden Reiter und Personen beim Führen eines Pferdes wie Fahrzeuge angesehen, das heißt, es gilt StVO §28 Absatz 2 (2):

„Für Reiter, Führer von Pferden sowie Treiber und Führer von Vieh gelten die für den gesamten Fahrverkehr einheitlich bestehenden Verkehrsregeln und Anordnungen sinngemäß. Zur Beleuchtung müssen mindestens verwendet werden: 1. beim Treiben von Vieh vorn eine nicht blendende Leuchte mit weißem Licht und am Ende eine Leuchte mit rotem Licht, 2. beim Führen auch nur eines Großtieres oder von Vieh eine nicht blendende Leuchte mit weißem Licht, die auf der linken Seite nach vorn und hinten gut sichtbar mitzuführen ist.“

Beim Reiten bei Dämmerung und Dunkelheit müssen geführte und gerittene Pferde also an der linken Seite eine Leuchte tragen, die vorn und hinten gut zu sehen ist. Das wäre zum Beispiel durch eine einfache Stiefellampe gewährleistet. Damit Außenstehende aber Größe und Länge des Pferdes einschätzen können, gibt es eine Vielzahl zusätzlicher empfehlenswerter Maßnahmen. Praktisch und wirksam sind vor allem Reflektoren und Leuchtkleidung. Für den Reiter selbst empfiehlt sich neben der per Gesetz vorgeschriebenen Stiefelleuchte eine Leuchtweste. Daneben sind Gamaschen und Decken als reflektierende Variante oder als nachträglich zu befestigende Auflagen erhältlich. Guten Effekt haben auch einfache Reflektorstreifen, die es in verschiedenen Breiten. Sie lassen sich leicht fast überall anbringen: an Zügeln, am Sattel oder an der Reitbekleidung.

Nur mit Helm

Zur Bekleidung gehört selbstverständlich auch ein schützender Helm. Hier gilt absolut keine Ausnahme oder Ausrede. 35% aller Reitsportverletzungen betreffen Verletzungen am Kopf. Reiter, die dieser Pflicht nicht nachkommen, gehen nicht nur ein gesundheitliches Risiko ein, sondern es drohen auch haftungs- und versicherungsrechtliche Konsequenzen. Ein Reitlehrer beispielsweise, der nicht darauf besteht, dass seine Schützlinge einen Helm tragen, ist, wenn es zum Unfall kommt, zum Schadenersatz verpflichtet. Und das kann richtig teuer werden. Auch wer sein Pferd Dritten überlässt, haftet bei Verletzungen in bestimmtem Ausmaß und kann im Falle eines Falles mit immensen Schmerzensgeldansprüchen konfrontiert werden. Einen Helm beim Reiten zu tragen, ist also nicht nur bei Dämmerung und Dunkelheit wichtig. Er schützt nicht nur vor Kopfverletzungen, sondern auch vor hohen Kosten, die infolge eines Unfalls entstehen können.

Dressurreiten

Die Dressur ist die Grundlage jeder Ausbildung eines Pferdes. Das Ziel des Dressurreitens ist es, das Pferd mit geringen Anweisungen zum Ausführen bestimmter Aufgaben zu führen. Dabei werden die natürlichen Bewegungen und Veranlagungen des Tieres gefördert. Diese Gymnastizierung hat so einerseits ein folgsames, „durchlässiges“ Pferd zum Ziel und ist andererseits wichtig für die Muskulatur, Beweglichkeit und Gesunderhaltung des Tieres.

Sport

Das Dressurreiten ist eine eigene Disziplin im Pferdesport, bei dem verschiedene Aufgaben in den  Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp absolviert werden – sowohl vorwärts, seitwärts oder sogar rückwärts. Besonders schwierige Abläufe heißen z. B. Traversalen, Piaffen oder Passagen, die bestenfalls mit wenigen Hilfen exakt ausgeführt werden.

Herkunft

Seit 1912 gehört Dressurreiten zu den olympischen Disziplinen. Der Sport etablierte sich im 19. Jahrhundert, als – ausschließlich – Offiziere ihr reiterliches Können im sportlichen Wettkampf miteinander maßen. Das heutige Reglement basiert auf den Anforderungen der damaligen europäischen Kavallerien.

Geeignete Rassen

Für das Dressurreiten eignen sich sämtliche Pferderassen, zumal die Übungen, wie schon erwähnt, wichtig für Beweglichkeit und Gesundheit der Tiere sind. Gute Voraussetzung ist ein athletisches, gut bemuskeltes Pferd mit gutem Gangwerk und Raumgriff. Für die höheren Klassen empfiehlt sich ein Warmblut.

Der Reiter

Mit Einfühlsamkeit, Ruhe und Gelassenheit schaffen Sie eine vertrauensvolle Basis für die Dressur-Arbeit. Wichtig ist daneben ein korrekter Reitersitz. Damit ist schon die Grundlage für ein erfolgreiches und freudvolles Gymnastizieren gegeben.

 

Die Geschichte ums Freizeitreiten

Die Beschäftigung mit Pferden und das damit verbundene sprichwörtliche Reiterglück erfreut mehr und mehr Menschen. War das Reiten in früheren Zeiten mit bestimmten Berufen verbunden und darüber hinaus das Austragen von Turnieren ausschließlich Offizieren vorbehalten, ist die Zahl der Freizeitsportler seit den 60er Jahren enorm gestiegen. Mit dem wachsenden Wohlstand nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Grundstein gelegt für eine breite Bewegung im Freizeitreitsport.

Das Aufkommen von eigens konzipierten Pferdezeitschriften wie z.B. Ursula Bruns´ „Pony Post“, später „Freizeit im Sattel“, stärkte Interesse und Zahl derjenigen, die sich nicht beruflich, sondern aus Vergnügen mit Pferden und Reiten beschäftigte. In diesem Zusammenhang ist auch der Einfluss von Linda Tellington-Jones zu nennen. Sie betonte die sanfte und partnerschaftliche Reitlehre und die Körperarbeit für Pferd und Reiter.

Achtung von Tier und Natur

Beim Freizeitreiten gilt das besondere Augenmerk der harmonischen Beziehung zwischen Mensch und Tier, sowie der Achtung der Natur. Dazu gehören die artgerechte Haltung, möglichst im Offenstall, die Beschäftigung mit dem Pferd selbst und die Bodenarbeit. Ein Auslauf, z.B. auf der Weide oder zumindest das häufige Bewegen des Tieres, vorzugsweise im freien Gelände (Wanderreiten) sind für das Wohlergehen der Pferde wichtig.

Pferderassen im Freizeitsport

Während zunächst der Wert von sogenannten Robustpferden- und Ponyrassen, vorrangig das Islandpferd, für das freie Reiten erkannt wurde, nutzt man heute eine breit gefächterte Vielzahl von Pferderassen und Kreuzungszuchten zum Hobbyreiten.

Dabei ist der Ausbildungsstand sowohl bei den Pferden als auch bei den Reitern höchst unterschiedlich und variiert je nach Charakter, Beziehung, Training und gemeinsam verbrachter Zeit.

Die reine Leistung oder die Teilnahme an Turnieren sind den meisten Menschen, die sich in ihrer Freizeit dem Reiten widmen, nebensächlich. Sie haben längst den Wert der regelmäßigen Bewegung in der freien Natur, der partnerschaftlichen Beziehung und des Loslassens des mitunter aufreibenden Alltags erkannt.

Ausstattung

Zu einer artgerechten Haltung und zum bequemen Reiten für Pferd und Halter gehört im besten Fall auch eine an die Natur angelehnte Ausstattung. Lammfellprodukte sind hierfür eine gute und langlebige Wahl. Hochwertiges Equipment bietet der Spezialist für Reitsportzubehör mit Lammfell: www.pa-do.de.

 

Therapeutisches Reiten

HEILSAME BEGEGNUNG ZWISCHEN MENSCH UND TIER

Der positive Einfluss von Tieren auf das Wohlbefinden des Menschen wird seit Jahrzehnten in der Psychotherapie zum Heilen von Entwicklungsstörungen genutzt.

Das therapeutische Reiten ist eine effektive und anerkannte Heilmethode für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene mit körperlichen, seelischen und sozialen Entwicklungsstörungen oder Behinderungen.

Der intensive Kontakt und die vertrauensvolle Begegnung zwischen Tier und Mensch unterstützen sie dabei, Defizite zu überwinden und ein gesundes Verhältnis zu sich selbst und zu ihrer Umwelt zu entwickeln. Dabei sind reiterliche Fähigkeiten oder leistungssportliche Kompetenzen nicht wesentlich. Vielmehr geht es darum, die körperliche, geistige, soziale und emotionale Entwicklung zu fördern.

Zur therapeutischen Praxis gehören die Arbeit im Stall, die Pflege, Übungen am und auf dem geführten Pferd oder Ausritte in der freien Natur beim Gelände- und Wanderreiten.

DAS PFERD ALS GEDULDIGER PARTNER

Für diese Therapie werden speziell ausgebildete Pferde eingesetzt, die nicht zu groß sind und sich durch einen ruhigen, geduldigen, kontaktfreudigen und sensiblen Charakter auszeichnen. Bewährt haben sich beispielsweise Haflinger.

SICHERER HALT UND NÄHE

Da der Kontakt zum Pferd und die gegenseitige Wahrnehmung die Grundidee dieser Heilmethode bilden, verwenden und empfehlen erfahrene Ausbilder und Therapeuten einen baumlosen Sattel, der dennoch festen Halt bietet.

Eine gute Wahl ist der sehr komfortable Christ Fellsattel Basic der Reitsportartikel-Firma „Christ“. Er eignet sich hervorragend für das oben beschriebene Wanderreiten.

Diverse Western-Pads finden Sie ebenfalls in unserem Online-Shop.

Zitat des Monats

„Wir haben fast vergessen,

was für eine seltsame Sache das ist,

dass ein Tier, so groß,

so kraftvoll, und so intelligent wie das Pferd,

einem anderen, weit schwächeren Wesen erlaubt,

auf seinem Rücken zu reiten.“ (Peter Grey)