Reitstiefel, Chaps & Stiefeletten nach Maß von Healthy-Horses

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Model Classico ab 285€

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Veröffentlicht unter Pa-Do

Sind Zecken für Pferde gefährlich?

In Mitteleuropa ist zwischen März und Oktober „Zeckenzeit“. Nicht nur für Menschen kann der Biss einer Zecke gefährlich sein. Auch Pferde können sich dadurch mit Borreliose infizieren. Aber nicht jeder Biss bedeutet zwangsläufig eine Gefahr. Bei hunderten von Zeckenarten ist in Deutschland vor allem der „Gemeine Holzblock“ Überträger der Krankheit. Schätzungsweise 20 Prozent dieser Zeckenart sind mit Borrelien infiziert, eine Infektion bricht aber nur bei etwa zehn Prozent der gestochenen Pferde aus.

Dabei spielt die Pferderasse keine Rolle. Vielmehr „erwischt“ es häufiger Tiere, die in Offenstall gehalten werden oder diejenigen, die z.B. beim Wanderreiten im Wald und auf Wiesen unterwegs sind.

Borreliose nach einem Zeckenbiss

Eine Borreliose lässt sich schwer diagnostizieren, da die Symptome vielfältig sind und die Krankheit individuell verschieden verläuft. Bei einem Biss oder Stich gelangen Bakterien von der infizierten Zecke im Verlauf der Übertragung in die Blutbahn des Pferdes. Frühestens nach drei Tagen treten erste Symptome auf: Fieber, geschwollene Lymphdrüsen, wechselnde Lahmheiten und auch Lähmungen an verschiedenen Beinen, Rückenschmerzen, Steifheit, Verdauungsprobleme und auch Koliken, zudem allgemeine Mattigkeit und Appetitlosigkeit wie bei einem grippalen Infekt. Die Krankheit verläuft in mehreren Schüben. Nach Monaten vermehren sich Lähmungen und innere Organe wie Herz, Nieren und Nervensystem werden angegriffen.
Glücklicherweise kommt es aber oft gar nicht zum Ausbruch der Krankheit, weil das Immunsystem des Tieres stark genug ist und die Borreliose erfolgreich bekämpft.
Falls vom Tierarzt die Borreliose durch Ausschluss anderer Erkrankungen und spezieller Tests festgestellt, wird zwei bis sechs Wochen ein hoch dosiertes Antibiotikum – verbunden mit Nebenwirkungen – verabreicht. Ein Impfstoff gegen eine Ansteckung gibt es übrigens weder für Pferde noch für Menschen.

Schutz vor Zecken

Die Maßnahmen zum Schutz vor Zeckenbissen liegen auf der Hand: Die beste Prävention ist, die Übertragung zu Vermeiden. Beispielsweise ist es ratsam, die Weide von Waldrändern abzuzäunen und Buschwerk auf der Weide sowie hohes Gras zu entfernen.

Nach einem Ausritt durch Wald und Wiesen sollte man sein Pferd genau untersuchen. Häufig findet man Zecken am Kopf, Nüstern, Hals, Pferdbrust und Beinen, also an den vorderen Weichteilen.

Zecken bei Pferden entfernen

Hat man eine Zecke entdeckt, sollte man sie möglichst schnell und vollständig entfernen, da 24 Stunden nach einem Biss die ersten Borrelien übertragen werden. Hilfreich zum Entfernen sind eine Pinzette oder eine spezielle Zeckenzange vom Arzt oder aus der Apotheke, im Notfall funktioniert es auch mit den Fingernägeln. Die Zecke sollte möglichst weit vorn, also an der Einstichstelle gefasst und vorsichtig herausgezogen werden. Wichtig ist es, den Zeckenkörper nicht zu quetschen und ebenso wenig sollte man die Zecken mit Öl beträufeln. Beides führt zu einem Todeskampf, bei dem vermehrt infektiöser Speichel ausgestoßen wird und ins Pferd gelangt. Sollte der Kopf der Zecke bei der Entfernung in der Pferdehaut steckenbleiben, fällt dieser in der Regel nach einigen Tagen von allein heraus. Bis dahin muss die Hautstelle jedoch beobachtet werden und ggf. mit desinfizierenden Substanzen behandelt werden.

Steckbrief: Falabella

Beim Falabella handelt es sich um eine Miniponyrasse, die ursprünglich aus Argentinien stammt. Benannt ist die Rasse nach der ersten Züchterfamilie Falabella. Der Bestand der kleinsten Pferde der Welt ist gering.

Herkunft

Die Zucht der Falabellas geht auf Shetland-Ponys zurück. Indem systematisch auf die Größe selektiert wurde, entstand die Minipony-Rasse. Obwohl man genau genommen von Miniaturpferd sprechen muss, das dieselbe Aufmerksamkeit wie ein Vollblut braucht und verdient. Die Einkreuzung von Englischen Vollblutpferden diente dazu, elegante Tiere mit „zartem“ Aussehen zu erhalten. Aufgrund ihrer geringen Größe gelten Falabellas als anfällige und nicht sehr robuste Rasse.

Aussehen

Die weltweit kleinste Pferderasse erreicht eine maximale Widerristhöhe von 86 Zentimetern, einige Fohlen sind bei der Geburt weniger als 40 Zentimeter groß. Das kleinste Falabella maß 1978 nur 30,4 Zentimeter. Die geringe Größe sowie eine elegante Ausstrahlung sind bei der Zucht der zumeist als Showpferde eingesetzten Tiere vorrangiges Ziel, deshalb kommen alle Farben vor. Besondere Merkmale der Rasse sind der kleine Kopf mit kleinen Ohren, eine dichte Mähne und ein buschiger Schweif. Die Beine sollten kräftig und nicht zu kurz sein, der Rücken gerade. Wegen der geringen Größe werden Falabellas nicht geritten und somit üblicherweise auch nicht beschlagen.

Charakter

Im Allgemeinen gelten Falabellas als intelligent und ruhig, Ausnahmen bestätigen selbstredend auch hier die Regel. Hervorzuheben sind Lernfähigkeit und Umgänglichkeit der gutmütigen und freundlichen Tiere gegenüber den Menschen.

Besonderheiten

Statt 18 Rippen hat das Falabella lediglich 17 Rippen und wird in 13 statt der üblichen elf Monate ausgetragen. Die meisten Fohlen kommen per Kaiserschnitt auf die Welt.

Sportarten

Die kleine Rasse sieht man – dem Zuchtziel gemäß – hauptsächlich in Shows. Einen erwachsenen Reiter können die Tiere wegen ihrer geringen Größe nicht tragen. Falabellas sind aber beliebte Fahrpferde, die leichte Kutschen mit 2 Erwachsenen ziehen können. In den USA leben Falabellas auch als Haustiere, wobei diese Haltung nicht artgerecht ist. Seit einiger Zeit werden die intelligenten und umgänglichen Falabellas auch als Alternative zu Blindenführhunden ausgebildet und eingesetzt.

Können Pferde schwimmen ?

Pferde können – wie alle Säugetiere – von Natur aus schwimmen. Sobald die Hufe den Boden nicht mehr berühren, fangen sie instinktiv an, mit den Beinen wie beim schnellen Trab zu rudern. Die Hofsohlen fungieren dabei als kleine Paddel, die das Pferd voranbringen. Schwimmen ist jedoch ein gehöriger Kraftakt für Pferde, der vor allem das Herz-Kreislaufsystem fordert. Wie beim Menschen gibt es Pferde, die sich im kühlen Nass wohlfühlen und andere, die wasserscheu sind. Wildpferde beispielsweise schwimmen nur in Notsituationen.

In heißen Sommermonaten ist ein Bad im See oder im Meer allerdings für viele Reitfreunde ein verlockendes und erfrischendes Erlebnis. Falls Ihr Pferd generell wenig oder keine Angst vor Wasser hat (z.B. vor dem Schlauch), können Sie mit einiger Vorbereitung zumindest einen Ausflug testen.

Langsam ans Wasser gewöhnen

Sie können im Sommer damit beginnen, regelmäßig nach der Arbeit die Hufe mit einer nassen Bürste oder dem Wasserschlauch abzuspritzen. Von unten tasten Sie sich jedes Mal etwas höher die Pferdebeine hinauf. Beim Ausreiten während oder nach einem Regenguss nehmen Sie die Pfützen oder sogar leichte Gewässer mit. Wenn Ihr Pferd sich weigert, lassen Sie ihm Zeit und üben Sie keinen Druck aus. Falls Sie in der Gruppe reiten, gibt es vielleicht mutigere Tiere, die Ihr Pferd motivieren, sich dem Herdentrieb folgend auch ins Nasse zu stürzen. Ein Lammfellsattel ist dabei eine gute Wahl: Falls er nass wird, trocknet er schnell und lässt sich gut waschen, sodass – wie z.B auf Leder – keine Wasserflecken bleiben.

Ohne Sattel ins Wasser

Wenn Sie und Ihr Pferd der Meinung sind, tatsächlich gemeinsam zu schwimmen, legen Sie am besten Sattel und Zaumzeug ab und bleiben im Wasser auf dem Pferd sitzen, um sich selbst vor den paddelnden, kräftig schlagenden Pferdebeinen zu schützen. Nach dem Bad ziehen Sie die nassen Badesachen aus und nehmen sich genügend Zeit, um sich und Ihr Pferd zu trocknen.

Aquatherapie

Obwohl die meisten Pferde sich nicht freiwillig ins Wasser begeben, kann geduldiges und einfühlsames Aquatraining helfen, die Muskulatur, Herz und Kreislauf z.B. nach Operationen oder langwierigen Verletzungen wieder zu stärken. Der natürliche Auftrieb schont dabei Sehnen und Gelenke, während der restliche Körper auf Hochtouren arbeitet und trainiert wird, was die Aufbauphase nach einer Erkrankung verkürzt.

Ponyschwimmen

Es gibt eine Ponyrasse, der das Schwimmen der Legende nach im Blut liegen soll. Das Assateague Pony stammt angeblich von spanischen Pferden ab, die im 16. Jahrhundert per Schiff nach Amerika gebracht worden sind. Kurz bevor das Schiff die Ostküste erreichte, kenterte es, sodass die Pferde sich schwimmend an Land retteten. Aus dieser Legende ist ein jährliches Happening geworden, bei dem rund 150 vorher tierärztlich untersuchte Tiere von Booten aus und unter Aufsicht auf eine 300 Meter entfernte Insel des US-Bundesstaates Virginia schwimmen. Dieses Spektakel lockt in jedem Juli rund 40.000 Besucher an und endet mit einer Auktion, dessen Erlös dem Erhalt der Ponys zugute kommt.

 

Steckbrief: Achal Tekkiner

Die Achal Tekkiner gehören zu den ältesten Pferderassen der Welt. Eleganz, Schnelligkeit und Zähigkeit machten die Rasse schon vor tausenden Jahren wertvoll, faszinierend und legendär. Das Pferd Alexanders des Großen soll ein Achal Tekkiner gewesen sein, ebenso wie die Pferde der Garde des Perser-Königs Darius (522 – 486 v. Chr.). Die oft golden schimmernde Farbe brachte ihnen in China den Namen Himmelspferde ein.

Herkunft

Der Achal-Tekkiner ist eine der Wüste hervorragend angepasste Pferderasse, die in Turkmenistan bereits seit annähernd 3000 Jahre gezüchtet wird. Das Zuchtgebiet liegt hauptsächlich in den heißen Wüsten- und Steppengebieten Turkmeniens, erstreckt sich aber über mehrere Länder bis nach Kasachstan und Afghanistan. Bis nach China waren die noblen „Himmelspferde“ bekannt und begehrt.

Der Name der Rasse stammt vom turkmenischen Nomadenstamm der Tekke und der Achal Tekkiner ist das Wappentier Turkmenistans. Bis heute wird der Achal Tekkiner im weitläufigen Steppengebiet in freilaufenden Herden gehalten und von berittenen Hirten gehütet.

1917 wurde das Zuchtbuch der Rasse eröffnet und in Russland geführt, (gleichwohl Turkmenistan seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion Anspruch auf die Führung erhebt). Nachdem es besonders ab 1920 verschiedene recht erfolglose Einkreuzungsversuche, z.B. durch englische Vollblüter, gab, galten nur noch vor 1936 geborene Tiere als reinrassig. Bis heute gelten nur solche Achal Tekkiner als reinrassig, dessen Vorfahren im Stutbuch erfasst sind.

Aussehen                                                                                                      

Achal Tekkiner gelten als exotisch und nobel, obwohl der Körperbau eher ungewöhnlich für ein Rassepferd ist. Hierzu zählen beispielsweise die enge Stellung von Hinter- und Vorderbeinen oder der lange Rücken mit zugleich schwach gebauten Lenden. Der Bau der großen Tiere  – das Stockmaß liegt zwischen 150 und 165 cm – mit dem kurzen seidigen Fell trägt der schnellen Rasse auch den Beinamen „Windhund“ ein.

Der Gesamteindruck ist majestätisch, edel und trocken. Der leichte Kopf mit ausdrucksvollen umrandeten Augen und sichelförmigen, weit auseinander stehenden Ohren sitzt auf einem langen steilen Hals. Der Rücken ist gerade, schmal und lang.  Die hohen Beine stehen auf kleinen harten Hufen. Es gibt keinen Kötenbehang, eine seidige Mähne und einen spärlichen Schweif. Das Haarkleid ist insgesamt extrem dünn, fast seiden. Bei einigen Tieren fehlen Schopf und Mähne gänzlich. Es gibt Füchse, Braune, Rappen, Schimmel, Falben und Isabellen. Alle Farben haben den für die Rasse typischen meist goldenen Metallschimmer, der insbesondere den begehrten Füchsen einen ungewöhnlichen, goldenen Glanz verleiht.

Charakter                                                                                                 

Achal Tekkiner sind typische Wüstenpferde und extrem widerstandsfähig gegen Dürre, Hitze und Kälte. Sie sind ausdauernd, sehr robust und gesund und leichtfüttrig. Nervenstärke und Mut zeichnen die temperamentvollen Vierbeiner aus. Mitunter zeigt sich der sensible Charakter auch launisch und widerspenstig. Die Vertreter der Rasse zählen zu den zähesten Pferden der Welt und sind bis ins hohe Alter leistungsbereit.

Besonderheiten

In Europa sind Achal Tekkiner selten. Die importierten Tiere benötigen viel Bewegung und gute Stallluft. Aufgrund ihrer Herkunft und des dünnen Fells eignen sie sich in unseren Breiten nicht für die Robusthaltung.

Sportarten 

Achal Tekkiner sind wahre Multitalente in den unterschiedlichsten Reitsportarten. In Turkmenistan werden die Tiere hauptsächlich für Pferderennen eingesetzt. Wegen ihrer hohen Anpassung an die Wüstenbedingungen waren und sind sie auch in der Lage, große Wüstengebiete zu durchqueren. Das macht die Rasse zu hervorragenden Distanzreitern. Auch beim Westernreiten machen sie eine gute Figur. Achal Tekkiner haben enormes Talent zum Springreiten und für die Dressur. Viele Olympiasieger entstammen dieser Rasse.

Zahnpflege beim Pferd

Auch Pferde können unter Zahnschmerzen leiden. Darum ist eine regelmäßige Kontrolle und Pflege durch den Tierarzt/Zahnarzt wichtig.

Natürliche Zahnpflege bei Wildpferden
Bei wildlebenden Pferden hat die Natur das extrem widerstandsfähige Gebiss der Pferde über Jahrtausende an das Grasfressen angepasst: mit den Schneidezähnen wird das Gras geschnitten und dann mithilfe der Backenzähne kleingemahlen. Beim Fressen von Gras und Heu nahmen und nehmen Wildpferde auch Sand und Steinchen mit auf, die allzu unregelmäßige Haken und Kanten im Gebiss auf natürliche Weise abreiben.

Fütterung und Zahngesundheit
Die Lebensbedingungen unserer domestizierten Pferde heute unterscheiden sich sehr von denen der Wildpferde. Verkreuzungen, Stallhaltung mit häufig unnatürlich erhöhter Kopfhaltung beim Fressen sowie die Art des Futters haben großen Einfluss auf die Zahngesundheit der Pferde. Ein ausreichender Abrieb findet nicht mehr statt. Man kann diesen in gewissem Maße fördern, in dem man Pferden dicke Äste (z.B. frische Zweige von Obstbäumen) zum knabbern gibt. Sie sollten aber nicht zu dünn sein, damit die Tiere sich nicht verletzen. Vorsicht bei Eichen, Buchen und Nadelzweigen, diese sind giftig.

Zahnwuchs
Wie beim Menschen bekommen Pferde zunächst Milchzähne, die später durch bleibende ersetzt werden. Beim Fohlen brechen in den ersten Wochen vier Schneidezähne durch, danach folgen insgesamt 24 Backenzähne. Mit zwei bis vier Jahren findet der Zahnwechsel statt und ist in der Regel mit fünf Jahren abgeschlossen.

Regelmäßige Kontrolle
Die regelmäßige Kontrolle des Gebisses ist also unerlässlich. Darum fährt der Tierarzt auch gleich nach der Geburt dem Fohlen mit dem Finger ins Maul und streicht vorsichtig über Zahnfleisch und Zunge. So gewöhnt sich das Pferd an spätere Untersuchungen und mögliche Fehlstellungen des Kiefers können schon jetzt festgestellt werden.
Das Durchbrechen der Milchzähne sowie der Zahnwechsel sollten ebenfalls vom Pferde-Dentisten begleitet werden. Danach sollten die bleibenden Zähne ein- bis zweimal pro Jahr untersucht werden. Pferde, die älter als 15 Jahre alt sind, sollten zweimal im Jahr vorstellig werden, da sie mit ihren abgenutzteren Zähnen häufiger unter Schmerzen leiden. Bei den Kontrollen untersucht der Arzt die Mundhöhle des Pferdes auf Probleme beim Durchbrechen der Zähne, gespaltene oder abgebrochene Zähne, scharfe Kanten und Haken, Zahnfleischentzündungen und Entzündungen der Mundschleimhaut und der Zunge sowie Gebissanomalien und behandelt diese Symptome dementsprechend.

Zähneraspeln
Scharfe Ecken und Kanten im Gebiss oder überlange Zähne schleift der Tierarzt mit verschiedenen Zahnraspeln ab. Diese Routinetätigkeit kann im Stall durchgeführt werden. Ein Maulgatter dient dazu, das Maul des Pferdes während der Behandlung offen zu halten und um den Tierarzt vor eventuellen Verletzungen zu schützen. Das Maulgatter verursacht dem Pferd keine Schmerzen, es ist aber ratsam, für die Prozedur ein Beruhigungsmittel zu verabreichen. Bei längeren Zahnbehandlungen kann eine Fahrt in die Klinik ratsam sein.

Hat mein Pferd Zahnschmerzen? – Anzeichen für Zahnerkrankungen
Es gibt einige Anzeichen, die auf eine Zahnerkrankung beim Pferd hindeuten. Wenn sich ein Pferd z.B. beim Fressen auffällig verhält, kann das auf Schmerzen im Maul hindeuten. Bei folgenden Verhaltensweisen sollte immer ein Tierarzt bzw. Pferdedentalpraktiker konsultiert werden:

  • Das Pferd schüttelt das Heu in seinem Maul durch heftiges Schlagen mit dem Kopf. Dadurch werden harte Anteile ausgeschüttelt, was das Kauen erleichtert.
  • Das Pferd weicht sein Heu vor dem Fressen im Tränkebecken oder Wassereimer auf.
  • Das Pferd schüttelt den Kopf während des Kauens oder hält ihn schief.
  • Das Pferd frisst sehr langsam (und verliert dadurch an Gewicht).
  • Das Pferd lässt angekautes Futter aufgrund von Schmerzen oder Fehlstellungen der Zähne wieder fallen.
  • Das Pferd lässt seine Zunge aus dem Maul hängen, um sie von scharfen Kanten und Haken fernzuhalten.
  • Das Pferd trinkt weniger, da kaltes Wasser an kaputten Zähnen schmerzt.
  • Das Pferd ist „maulig“ beim Reiten und in der Dressur , weil die Zügel schmerzen

Weitere Hinweise auf eine Zahnerkrankung sind Mundgeruch, vermehrtes Speicheln, Nasenausfluss, wunde Stellen und Entzündungen im und am Maul, Schwellungen an Unterkiefer oder Gesicht.