Steckbrief: Der Araber
Name: Araber. Als Araber bezeichnet man eine bestimmte Gruppe innerhalb der Rasse der Arabischen Pferde. Ihr Blut ist einerseits nicht rein genug, um als Vollblutaraber zu gelten, andererseits kann man sie nicht zu den drei anderen Araberrassen (Shagya-Araber, Anglo-Araber oder Arabisches Halbblut) zählen. Denn dafür ist ihr Anteil an Fremdblut zu gering.
Herkunft: Das arabische Vollblut stammt ursprünglich aus Saudi-Arabien. In den Wüstengebieten wurde es bereits vor rund 5000 Jahren gezüchtet und verbreitete sich ab dem 7.Jahrhundert auf der ganzen Welt. Heute gibt es eigene Araberzuchten in vielen Ländern, z.B. in Russland, Spanien und den USA.
Aussehen: Mit einem Stockmaß von mindestens 150 cm ist der Araber mittelgroß. Der typische Araber hat einen kleinen Kopf mit ovalem Profil und wache, große Augen. sowie kleine, sichelförmige Ohren. Weiterhin zeichnet sich der Araber durch große Nüstern und ein kurzes Maul aus. Das Tier mit rundem Hals und kurzem Rücken gibt es in allen Farben.
Charakter: Araber gelten gemeinhin als besonders schöne, intelligente und sanftmütige Tiere. Da sie seit Jahrtausenden bei den nomadischen Stämmen des Nahen Ostens leben, gelten sie als menschenbezogen und sensibel. Durch die harten Umweltbedingungen in der Wüste entwickelten sie ihre Robustheit und Ausdauer. Auf der anderen Seite gelten aber vor allem die Vollblut-Araber als recht temperamentvoll.
Besonderheiten: Um ihrem lebhaften Temperament gerecht zu werden, brauchen Araber viel Bewegung. Wird diesem Bedürfnis nicht Rechnung getragen, können die sanften Tiere „hysterisch“ werden und als „nicht reitbar“ gelten, wodurch viele Vorurteile gegen das intelligente Tier entstanden sind. Bei artgerechter Haltung und Erziehung dagegen zeigen sich Araber als lernwillige Pferde, die ein großes Bedürfnis haben, ihrem Besitzer zu gefallen.
Sportarten Lange Zeit fand die Rasse der Araber als Kavalleriepferd Verwendung. Heutzutage findet man sie in nahezu jedem Bereich des Reitsports: als ausdauerndes Pferd für Distanzritte und das Wanderreiten, als treues Freizeitpferd, als temperamentvolles Westernsportpferd, als intelligentes und lernfähiges Dressurpferd oder als edles Schaupferd.