{"id":544,"date":"2013-07-01T21:56:27","date_gmt":"2013-07-01T21:56:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pa-do.de\/blog\/?p=544"},"modified":"2014-03-14T14:43:39","modified_gmt":"2014-03-14T14:43:39","slug":"vielseitigkeitsreiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pa-do.de\/blog\/vielseitigkeitsreiten\/","title":{"rendered":"Vielseitigkeitsreiten"},"content":{"rendered":"<p>Die Vielseitigkeitspr\u00fcfung, kurz Vielseitigkeit, ist eine Disziplin im Pferdesport. Sie besteht aus drei Teilen, die an drei aufeinanderfolgenden Tagen absolviert werden. Die Kombination aus Dressur, Gel\u00e4nderitt und Parcourreiten stellt damit den \u201eMehrkampf\u201c im Reitsport dar.\u00a0Weitere Bezeichnungen sind \u201eMilitary\u201c, \u201eEventing\u201c (engl.) oder \u201eConcours Complet\u201c (franz.)<\/p>\n<p><strong>Herkunft<\/strong><\/p>\n<p>Wie der Name \u201eMilitary\u201c sagt, entstand die Kombinationssportart aus dem Milit\u00e4rwesen. Die Ausbildung in den drei Disziplinen wurde in einer abschlie\u00dfenden Pr\u00fcfung der Kavallerie abgefragt. Gepr\u00fcft wurden nicht nur die antretenden Reiter. Zugleich war diese Leistungspr\u00fcfung auch f\u00fcr die Zucht von Milit\u00e4rpferden bedeutsam.<\/p>\n<p><strong>Internationale Wettk\u00e4mpfe<\/strong><\/p>\n<p>Seit 1912 ist das Vielseitigkeitsreiten neben Dressur und Springen bis heute die dritte olympische Reitsportart. Bei der Premiere in Stockholm waren zun\u00e4chst ausschlie\u00dflich Offiziere zugelassen. Seit 1920 konnten auch sogenannte \u201eHerrenreiter\u201c an den Spielen teilnehmen. Frauen beteiligen sich seit 1964.<br \/>\nSeit 1990 werden zudem im Vierjahresrhythmus die Weltreiterspiele ausgetragen.<br \/>\nIn Europa finden seit 1953 zweij\u00e4hrlich die Europameisterschaften im Vielseitigkeitsreiten statt. Vergleichbare internationale Wettk\u00e4mpfe in dieser Disziplin werden in Amerika und in Asien durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Kurzpr\u00fcfung und gro\u00dfe Vielseitigkeitspr\u00fcfung<\/strong><\/p>\n<p>Generell unterscheidet man bei Turnieren zwischen Kurzpr\u00fcfungen (international: CIC) und &#8222;gro\u00dfen&#8220; Vielseitigkeitspr\u00fcfungen (international: CCI). Bei letzteren ist der Gel\u00e4ndeteil erheblich ausgebaut. Dazu gibt es bei internationalen Wettk\u00e4mpfen zu Beginn und nach der Gel\u00e4ndepr\u00fcfung eine Verfassungspr\u00fcfung, bei der der gesundheitliche Zustand des Pferdes \u00fcberpr\u00fcft wird. Ist dieser z. B. aufgrund einer Verletzung oder sichtbarer \u00dcberforderung kritisch, wird das Tier \u2013 zum eigenen Schutz \u2013 aus dem Wettbewerb ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Beide Varianten der Vielseitigkeitspr\u00fcfung beginnen am ersten Tag mit der Dressur. Hier soll das Pferd m\u00f6glichst losgelassen, durchl\u00e4ssig und gehorsam pr\u00e4sentiert werden.<br \/>\nAm darauffolgenden Tag steht die Gel\u00e4ndepr\u00fcfung an. Auf verschiedenen Streckenabschnitten m\u00fcssen Pferd und Reiter anspruchsvolle nat\u00fcrliche und konstruierte Hindernisse \u00fcberwinden. Daneben gilt es, Querfeldein- sowie Rennstrecken zu meistern. Mut, Ausdauer und Gehorsam sind f\u00fcr diese zentrale Teilpr\u00fcfung unabdingbar, etwa, wenn wenn das Pferd einen einen sehr schmalen Sprung \u00fcberwinden muss, obwohl es bequem an einer Seite vorbeigehen k\u00f6nnte, ohne die Strecke zu verlassen.<br \/>\nDen Abschluss der Vielseitigkeitspr\u00fcfung bildet das Parcoursspringen am dritten Tag.<\/p>\n<p><strong>Wertung<\/strong><\/p>\n<p>Die Gesamtwertung einer Vielseitigkeitspr\u00fcfung erfolgt nach Fehlerpunkten. Je niedriger am Ende die Fehlerquote ausf\u00e4llt, desto besser. Strafpunkte werden f\u00fcr Zeit- und Hindernisfehler vergeben, z.B. f\u00fcr das Verweigern oder Vorbeilaufen an einem Hindernis. St\u00fcrzt ein Pferd, f\u00fchrt dies zum sofortigen Ausschluss aus dem Wettbewerb.<br \/>\nBei internationalen Turnieren bzw. bei den Olympischen Spielen d\u00fcrfen pro Land (bzw. NOK) vier oder f\u00fcnf Paare starten. Die jeweils drei besten Einzelergebnisse werden am Schluss als Mannschaftsergebnis gewertet.<\/p>\n<p><strong>Sicherheit, Kleidung und Ausr\u00fcstung<\/strong><\/p>\n<p>Wegen wiederholt schwerer Unf\u00e4lle und sogar Todesf\u00e4llen von Reitern und Pferden ist die Vielseitigkeitspr\u00fcfung umstritten. Besonders der anspruchsvolle und harte Gel\u00e4nderitt bringt die Pferde nicht nur an, sondern auch \u00fcber ihre Grenzen.<br \/>\nDie Sportverb\u00e4nde bem\u00fchen sich darum, die Sicherheit von Pferden und auch Reitern zu verbessern. So wurde der Gel\u00e4ndeteil bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen stark gek\u00fcrzt.<\/p>\n<p><strong>Kleidung und Ausr\u00fcstung<\/strong><\/p>\n<p>In den Disziplinen Dressur und Springen tragen die Athleten bestimmte Anz\u00fcge (bei der Dressur ist dies ein Frack).<br \/>\nDie Kleidung bei der Gel\u00e4ndestrecke besteht neben Stiefeln aus einer Sicherheits-\/Sturzweste, einem Helm und einer sogenannten Medical Card (mit den wichtigsten Informationen f\u00fcr eine medizinische Notversorgung).<br \/>\nDem Schutz der Pferde soll die maximal erlaubte L\u00e4nge des Sporendorns von 3,5 Zentimetern dienen. Die Beine der Tiere werden mit Gamaschen und zus\u00e4tzlich mit einer Art Vaseline vor oberfl\u00e4chlichen Verletzungen gesch\u00fctzt.<\/p>\n<p><strong>Pferde<\/strong><\/p>\n<p>Nur Pferde, die entsprechend umfassend ausgebildet sind und eine enge Bindung an den Reiter haben, k\u00f6nnen an dem vielseitigen und teilweise sehr strapazi\u00f6sen Sport teilnehmen. Essentiell sind Rittigkeit, Verl\u00e4sslichkeit, Konzentrationsf\u00e4higkeit, Athletik, Mut und Leistungsbereitschaft. Das Exterieur muss belastbar sein.<\/p>\n<p>In den unteren Klassen eignen sich generell Pferde der meisten Rassen. In den h\u00f6heren Klassen findet man vor allem Warm- oder Vollbl\u00fcter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Vielseitigkeitspr\u00fcfung, kurz Vielseitigkeit, ist eine Disziplin im Pferdesport. Sie besteht aus drei Teilen, die an drei aufeinanderfolgenden Tagen absolviert werden. 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