{"id":461,"date":"2012-12-30T23:30:23","date_gmt":"2012-12-30T23:30:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pa-do.de\/blog\/?p=461"},"modified":"2014-03-14T14:43:40","modified_gmt":"2014-03-14T14:43:40","slug":"voltigieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pa-do.de\/blog\/voltigieren\/","title":{"rendered":"Voltigieren"},"content":{"rendered":"<p><strong>Voltigieren &#8211;<\/strong>\u00a0<strong>Was ist das?<\/strong><\/p>\n<p>Voltigieren ist eine Sportart, bei der ein bis drei Turner verschiedene \u00dcbungen auf einem Pferd vollf\u00fchren. Das sind beispielsweise Hand- und Schulterstand oder akrobatische \u00dcbungen im Knien oder Stehen. Dabei wird das Pferd von einem Longenf\u00fchrer auf einer Kreisbahn (der Durchmesser bei Turnieren betr\u00e4gt 18 Meter) \u201elongiert\u201c und bewegt sich im Schritt, Trab oder Galopp. Trainiert wird am Holzpferd und am bzw. auf dem Pferd.<\/p>\n<p><strong>Von der Antike bis heute<\/strong><\/p>\n<p>Wie bei den meisten Pferdesportarten liegt auch der Ursprung des Voltgierens im Milit\u00e4rwesen. Schon in der Antike waren im kriegerischen Kampf ein hervorragender Gleichgewichtssinn, Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit auf einem schnellen Pferd existentiell, besonders, wenn man gut \u201eger\u00fcstet\u201c war.<\/p>\n<p>Zur milit\u00e4rischen Ausbildung r\u00f6mischer Soldaten geh\u00f6rte das Auf- und Abspringen an einem Pferd aus Holz als \u00dcbung f\u00fcr den Ernstfall im Kampf.<\/p>\n<p>Ebenso \u00fcbten die Ritter des Mittelalters das Aufspringen in voller R\u00fcstung auf ein Pferd. Hinzu kamen bei ihnen kunstvolle \u00dcbungen auf dem Pferd, mit denen sie auf Wettk\u00e4mpfen Volk und K\u00f6nig unterhielten.<\/p>\n<p>In der Renaissance, also ab dem 15. Jahrhundert, gewann das Voltigieren an Bedeutung und Ansehen und wurde besonders bei Hofe zum beliebten Zeitvertreib. Das Ideal dieser Epoche war ein H\u00f6fling mit guten Manieren, der gebildet war und sich vornehm und grazil bewegte.<\/p>\n<p>Auch in der Ausbildung der Soldaten im 17. und 18. Jahrhundert spielte das Voltigieren eine gro\u00dfe Rolle und gewann immer mehr an Bedeutung. Die jungen Adeligen mussten sich nicht nur Wissen und gutes Benehmen aneignen, sondern auch das K\u00f6nnen im Fechten, Tanzen, Reiten und Voltigieren. Der Begriff \u201eVoltigieren\u201c wurde zu dieser Zeit als Oberbegriff f\u00fcr gymnastisch-turnerische \u00dcbungen am sich bewegenden Pferd gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Zur Olympischen Disziplin wurde das Voltigieren \u2013 als Kunstreiten bezeichnet \u20131920 in Antwerpen. 1963 gab es die ersten Deutschen Meisterschaften, 1986 die ersten Weltmeisterschaften.<\/p>\n<p><strong>Sanfter Einstieg \u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Heute ist Voltigieren eine gute und zudem kosteng\u00fcnstige M\u00f6glichkeit, behutsam in den Pferdesport einzusteigen und ein vertrauensvolles Verh\u00e4ltnis zum vierbeinigen Partner aufzubauen. Man erlernt den korrekten Sitz und die Balance auf einem Pferd, ohne selbst lenken zu m\u00fcssen, ein sicheres Auf- und Absteigen sowie das schonende Fallen.<\/p>\n<p><strong>Voltigieren f\u00fcr Kinder<\/strong><\/p>\n<p>Auch Kinder ab vier Jahren k\u00f6nnen durch das Voltigieren spielerisch an das Reiten herangef\u00fchrt werden. Der Umgang mit dem Pferd und das Miteinander in der Gruppe f\u00f6rdern wichtige soziale F\u00e4higkeiten wie Verantwortungsbewusstsein, Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen, R\u00fccksichtnahme und Selbst\u00e4ndigkeit. Die turnerischen \u00dcbungen auf dem Pferd verbessern Motorik, Gleichgewichtssinn und Konzentrationsf\u00e4higkeit. Ge\u00fcbt wird in Gruppen. Anf\u00e4ngergruppen bestehen in der Regel aus acht bis 12 M\u00e4dchen und Jungen. <strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>Voltigieren als Leistungssport<\/strong><\/p>\n<p>Voltigieren ist ein anspruchsvoller Leistungssport, der dem Reiter hinsichtlich Gleichgewicht, Kondition, Kraft, K\u00f6rperspannung, Beweglichkeit, Mut, Vertrauen und Kreativit\u00e4t einiges abverlangt.<\/p>\n<p>Bei Turnieren werden die Wettkampfdisziplinen einzeln, im Doppel oder als Gruppe ausgetragen, wobei mehrere Richter um den Wettkampfzirkel verteilt sitzen und die Leistungen bewerten. Gruppenpr\u00fcfungen beinhalten Pflicht und K\u00fcr. Bei den Einzelpr\u00fcfungen kommt bei einigen Wettk\u00e4mpfen ein Technikprogramm hinzu. Das Voltigieren im Doppel\u00a0besteht abh\u00e4ngig von der Altersklasse entweder\u00a0aus einer K\u00fcrpr\u00fcfung oder einer Pflicht- und K\u00fcrpr\u00fcfung.<\/p>\n<p>Im internationalen Vergleich sind europ\u00e4ische, insbesondere deutsche Voltigiersportler, am erfolgreichsten.<\/p>\n<p><strong>Geeignete Rassen<\/strong><\/p>\n<p>Bei Voltigierpferden kommt es nicht unbedingt auf Sch\u00f6nheit und Eleganz an. Wichtiger sind ein gutm\u00fctiges Temperament und ein starker R\u00fccken, einer muskul\u00f6ser, kurzer Nacken und kr\u00e4ftige Beine. Es braucht Ausdauer und muss insgesamt robust genug sein, die h\u00e4ufigen Gewichtswechsel\u00a0 zu \u201eertragen\u201c. F\u00fcr Kinder sind Haflinger empfehlenswert, f\u00fcr erwachsene Sportler \u201ekompakte\u201c Warmbl\u00fcter wie z. B. Hannoveraner, Oldenburger, Holsteiner oder Westfalen.<\/p>\n<p><strong>Ausstattung<\/strong><\/p>\n<p>Beim Voltigieren werden zum Schutz von Pferd und Reiter und zum Erm\u00f6glichen der \u00dcbungen verschiedene Hilfen eingesetzt. Dazu geh\u00f6ren ein Voltigiergurt mit Handgriffen und Fu\u00dfschlaufen. Unter dem Gurt liegt eine weiche Unterlage, auf dem Pferder\u00fccken eine Voltigierdecke, kurz Pad genannt.<\/p>\n<p>Als Z\u00e4umungen sind Trensenzaum und Kappzaum geeignet. Au\u00dferdem werden Hilfsz\u00fcgel, Gamaschen oder Bandagen eingesetzt. F\u00fcr das Longieren werden ferner\u00a0 Longierpeitsche und eine Longe ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Voltigieren &#8211;\u00a0Was ist das? 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